Klar geschmorter Löwenkopf nach Yangzhou-Art (Qing Dun Shizitou)
Von Hand gehacktes Schweinefleisch, zu großen Bällchen geformt und anderthalb Stunden in klarer Hühnerbrühe gegart, bis sie löffelzart sind: das feine Original aus Yangzhou.
Zubereitung
Die Hälfte des Ingwers in dünne Scheiben, die Hälfte der Frühlingszwiebeln in kurze Stücke schneiden, ins Wasser geben und eine Minute ausdrücken: So entsteht das Ingwer-Lauchzwiebel-Wasser. Die Shiitake 30 Minuten in warmem Wasser einweichen, gut ausdrücken, Stiele entfernen und in dünne Scheiben schneiden. Das Fleisch 15 Minuten ins Gefrierfach legen, dann lässt es sich leichter schneiden. Restlichen Ingwer in Scheiben, restliche Frühlingszwiebeln in 4 cm lange Stücke schneiden.
In diesem SchrittFrischer Ingwer 5 gFrühlingszwiebeln 1 Stk.Wasser (für das Ingwer-Lauchzwiebel-Wasser) 60 mlGetrocknete Shiitake-Pilze 2 Stk.
Nacken und Bauch in 5 mm breite Streifen und dann in 5 mm große Würfel schneiden (den Bauch etwas feiner). Beides zusammen mit einem schweren Messer hacken und aufhören, solange das Fleisch noch wie grobe Granatapfelkerne aussieht. Wird es zu einer glatten Paste, geht die lockere, zarte Textur verloren, die dieses Gericht ausmacht.
In diesem SchrittSchweinenacken 200 gSchweinebauch ohne Schwarte 120 g
Das gehackte Fleisch mit Salz, weißem Pfeffer und Shaoxing-Wein in eine Schüssel geben und in einer Richtung rühren. Das Ingwer-Lauchzwiebel-Wasser abseihen und in 3 Portionen einrühren, bis es jeweils aufgenommen ist, dann Eiweiß und Stärke zugeben und weiterrühren, bis die Masse bindet. Abgedeckt kühlen: Das kalte Fett wird fest, so halten die sehr weichen Bällchen ihre Form.
In diesem SchrittSalz ½ TLWeißer Pfeffer, gemahlen 1 PriseShaoxing-Reiswein 3 TLEiweiß 1 Stk.Speisestärke 2 TL
Den Boden eines Tontopfs oder eines schweren 18 cm Topfs mit der Hälfte der Kohlblätter auslegen, Shiitake, Ingwerscheiben und Frühlingszwiebeln darauf verteilen und die Hühnerbrühe angießen. Bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich am Rand kleine Bläschen bilden; nicht sprudelnd kochen lassen.
In diesem SchrittSalzarme Hühnerbrühe 600 mlZarte innere Chinakohlblätter 120 gFrischer Ingwer 5 gFrühlingszwiebeln 1 Stk.
mittlere HitzeDie Hände mit kaltem Wasser anfeuchten und große Bällchen formen (insgesamt 2). Die Masse ist weich und feucht, daher jedes Bällchen nur 5- bis 6-mal sanft zwischen den Handflächen rollen. Mit einem nassen Löffel einzeln in die Brühe gleiten lassen und den Topf bei mittelschwacher Hitze halten; außen stocken sie nach etwa einer Minute. Mit den restlichen Kohlblättern wie mit einer Decke abdecken, damit die Oberseite nicht austrocknet.
In diesem SchrittZarte innere Chinakohlblätter 120 g
mittelschwache HitzeDen Deckel auflegen und bei schwacher Hitze schmoren. Es sollen nur ab und zu winzige Bläschen aufsteigen; starkes Kochen lässt die Bällchen zerfallen und trübt die Brühe. Sinkt die Brühe unter die halbe Höhe der Bällchen, etwas heißes Wasser nachgießen.
schwache HitzeDie Kohldecke abheben (sie kann mitserviert werden), den halbierten Pak Choi zugeben und bei mittlerer Hitze garen, bis er leuchtend grün ist. Die Brühe abschmecken und salzen. Ein Bällchen aufschneiden und prüfen, ob es durchgegart und nicht mehr rosa ist (mindestens 71 °C im Kern), dann je ein Bällchen mit reichlich klarer Brühe in Schalen servieren.
In diesem SchrittKleiner Pak Choi 2 Stk.Salz (zum Abschmecken) nach Geschmack
mittlere Hitze
Küchentipp
Das Hacken von Hand ist das Herzstück dieses Gerichts; bei Zeitmangel den Metzger bitten, das Fleisch einmal durch die gröbste Scheibe zu drehen. Unbedingt salzarme Brühe verwenden, sonst wird sie beim langen Schmoren zu salzig. Solange die Brühe vom Einlegen der Bällchen bis zum Schluss nie sprudelnd kocht, kann nichts schiefgehen.
Beim Camping
Das Gericht braucht lange sanfte, gleichmäßige Hitze, daher am besten zu Hause fertig kochen. Die Bällchen in der Brühe abkühlen lassen, in einer dicht schließenden Dose in der gut mit Eis gefüllten Kühlbox transportieren und auf dem Campingplatz im Topf bei schwacher Hitze bis ins Innere heiß werden lassen; den Pak Choi erst am Schluss zugeben.