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Japan, Asien

Nikujaga (japanischer Rindfleisch-Kartoffel-Eintopf)

Japans Inbegriff der Hausmannskost: hauchdünnes Rindfleisch und weiche Kartoffeln, geschmort in süß-würzigem Dashi mit Sojasauce und Mirin.

Portionen2 Pers.
Gesamtzeit36 Min.
Durchziehen lassen+ 10 Min.
SchwierigkeitEinfach

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln schälen, in 3 bis 4 Stücke von etwa 4–5 cm schneiden und 5 Minuten in Wasser legen, damit die Stärke an der Oberfläche abgespült wird. Die Zwiebel in 1,5 cm breite Spalten schneiden, die Karotte schräg und unter Drehen in mundgerechte Stücke. In einem kleinen Topf Wasser aufkochen, die Shirataki bei starke Hitze blanchieren, damit der Eigengeruch verschwindet, abgießen und in handliche Längen schneiden.

    In diesem SchrittKartoffeln (mittelgroß, je ca. 150 g) 2 Stk.Zwiebel 1 Stk.Karotte 80 gShirataki-Nudeln (Konjak-Nudeln) 100 g

    starke Hitze
  2. Das Öl in einem 18 cm-Topf bei mittlere Hitze erhitzen. Das Rindfleisch ausbreiten und rühren, bis es nicht mehr rot ist. Zwiebel, abgetropfte Kartoffeln und Karotte zugeben und alles insgesamt anbraten, bis die Kartoffeln rundum mit Öl überzogen sind; so zerfallen sie beim Schmoren weniger.

    In diesem SchrittPflanzenöl 2 TLHauchdünn geschnittenes Rindfleisch (Shabu-Shabu- oder Sukiyaki-Schnitt) 140 g

    mittlere Hitze
  3. Das Dashi angießen und Sake, Zucker, Mirin und Shirataki zugeben. Die Flüssigkeit muss die Zutaten nur zu etwa zwei Dritteln bedecken. Bei mittelstarke Hitze aufkochen und den grauen Schaum mit einem Löffel abschöpfen.

    In diesem SchrittBonito-Dashi (oder Dashi-Pulver in Wasser aufgelöst) 250 mlKoch-Sake 2 ELZucker 1 ELMirin 2 EL

    mittelstarke Hitze
  4. Aus Alufolie oder Backpapier einen Kreis etwas kleiner als den Topf schneiden, in der Mitte ein paar Löcher hineinstechen und direkt auf die Zutaten legen (Einlegedeckel, Otoshibuta). Auf mittelschwache Hitze zurückschalten und köcheln lassen. Die Süße kommt zuerst, damit sie in die Kartoffeln zieht; zu früh zugegebene Sojasauce macht die Zutaten fest.

    mittelschwache Hitze
  5. Die Sojasauce gleichmäßig darüberträufeln, den Einlegedeckel wieder auflegen und bei mittelschwache Hitze weitere köcheln. Die Kartoffeln sind gar, wenn ein Stäbchen oder Spieß mühelos hineingleitet. Reduziert die Flüssigkeit zu schnell, jeweils 2 Esslöffel Wasser nachgießen.

    In diesem SchrittSojasauce 2 EL

    mittelschwache Hitze
  6. Die Bohnen putzen und in 4 cm lange Stücke schneiden. Den Einlegedeckel abnehmen, die Bohnen zugeben, auf mittlere Hitze hochschalten und köcheln. Nicht umrühren, sondern den Topf sanft schwenken und Sud darüberlöffeln, bis etwa ein Viertel übrig ist und alles glänzt. Rühren bricht die Kartoffeln.

    In diesem SchrittGrüne Bohnen (oder Zuckerschoten) 6 Stk.

    mittlere Hitze
  7. Den Herd ausschalten, den Deckel auflegen und stehen lassen. Nikujaga zieht beim Abkühlen durch, deshalb ist diese Ruhezeit wichtig. Kurz vor dem Servieren leicht erwärmen und mit etwas Sud anrichten.

Küchentipp

Mehligkochende Kartoffeln werden zart und zerfallen fast, festkochende behalten ihre Form. Mit dünn geschnittenem Schweinefleisch statt Rind wird es die ostjapanische Variante. Am nächsten Tag schmeckt es noch besser; gekühlt aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen essen.

Beim Camping

Gelingt genau so auf einem Campingkocher mit einem Topf. Dashi-Pulver und Würzzutaten zu Hause in einer Flasche mischen. Wenn Wind die Flamme schwächt, ein paar Minuten mehr einplanen. Ein Stück Alufolie ist der perfekte Einlegedeckel.