Tahdig (persischer Safranreis mit Kruste)
Der Stolz jeder iranischen Küche: vorgegarter Basmati, langsam im Topf gedämpft, bis der Boden zu einer goldenen, knackigen Safrankruste wird.
Zubereitung
Den Reis in eine große Schüssel geben und 4- bis 5-mal waschen, dabei sanft mit der Hand umrühren, bis das Wasser klar bleibt. Reichlich mit kaltem Wasser bedecken, einen Teil des Salzes einrühren und einweichen. So werden die Körner lang und brechen weniger.
In diesem SchrittBasmatireis 150 gGrobes Salz ½ EL
Den Safran mit den Fingern oder im Mörser fein zerreiben, in eine kleine Tasse geben, mit dem heißen Wasser übergießen und ziehen lassen, bis er tief orange ist.
In diesem SchrittSafranfäden 1 PriseHeißes Wasser (für den Safran) 2 EL
Das Wasser in einem großen Topf (20 cm) bei starker Hitze sprudelnd aufkochen und das restliche Salz zugeben. Den eingeweichten Reis abgießen, ins kochende Wasser geben und vorgaren, dabei ein- bis zweimal sanft umrühren, damit nichts ansetzt. Ist ein Korn außen weich und hat beim Draufbeißen noch einen kleinen weißen Kern, sofort in ein feines Sieb abgießen und einmal lauwarm abspülen.
In diesem SchrittWasser (zum Vorgaren) 2 lGrobes Salz 1 EL
starke HitzeÖl und die Hälfte der Butter in einem beschichteten Topf (18 cm) bei mittlerer Hitze erhitzen, bis die Butter schäumt. Etwa ein Fünftel des Reises mit der Hälfte des Safranwassers mischen, gleichmäßig auf dem Topfboden verteilen und mit einem Pfannenwender fest andrücken. Diese Schicht wird zur Kruste.
In diesem SchrittPflanzenöl 2 ELButter 7.5 g
mittlere HitzeDen restlichen Reis locker, ohne zu drücken, zu einem Hügel daraufhäufen. Mit dem Stiel eines Holzlöffels 4 bis 5 Löcher bis zum Boden stechen, damit Dampf entweichen kann. Ohne Deckel bei mittlerer Hitze garen: Hört man ein gleichmäßiges Brutzeln und steigt Dampf auf, beginnt die Kruste sich zu bilden.
mittlere HitzeDas restliche Safranwasser und die übrige geschmolzene Butter über den Reis träufeln. Den Deckel in ein sauberes Geschirrtuch wickeln, die Zipfel oben verknoten, damit sie nicht in die Flamme hängen, und den Topf fest verschließen. Auf schwache Hitze reduzieren und dämpfen. Fertig ist er, wenn die Körner durch und durch weich sind und der Boden beim Anheben des Randes mit dem Wender golden ist.
In diesem SchrittButter 7.5 g
schwache HitzeDen Herd ausschalten und den Topf auf ein feuchtes Tuch stellen; so löst sich die Kruste leichter. Einen Teller, der größer als der Topf ist, wie einen Deckel auflegen und mit Ofenhandschuhen in einer schnellen Bewegung stürzen, sodass die Kruste oben liegt. Wer unsicher ist, schöpft zuerst den Reis heraus, bricht dann die Kruste mit dem Wender in Stücke und legt sie obenauf.
Küchentipp
Entscheidend ist, den Reis nicht zu lange vorzugaren: Ganz durchgegarter Reis wird beim Dämpfen matschig. Mit einem gut beschichteten Topf löst sich die Kruste in einem Stück. Beim ersten Mal nach der Mindestzeit am Rand nachsehen und, wenn sie noch blass ist, jeweils 5 Minuten zugeben.
Beim Camping
Mit einem schweren beschichteten oder gusseisernen Topf und einem Kocher, der sich fein herunterregeln lässt, klappt es auch auf dem Campingplatz. Eine kleine Flamme geht bei Wind leicht aus, daher immer einen Windschutz verwenden und das Tuch fest und weit weg von der Flamme verknoten. Über Holzkohle den Topf an den kühleren Rand der Glut stellen.